Stift Börstel
Es gibt Orte, da spürt man den Zauber des Augenblicks. Ein Augenblick, der eins macht mit dem, was schon lange vorher da war. Diese tiefe Erfahrung haben schon viele Menschen machen dürfen. Das Stift Börstel ist so ein Ort. Die Zeitlosigkeit und das Überdauern werden hier spürbar.
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Das Stift Börstel liegt mitten im Wald an der Straße Berge - Herzlake, am Nordrand des Landkreises Osnabrück. Die ehemalige Klosterkirche ist nach alter Tradition der Zisterzienser eine Fußweg-Stunde von der nächsten menschlichen Ansiedlung entfernt. Seit dem Mittelalter hat sich daran nichts geändert. Das Gotteshaus ist nicht übermäßig groß. Es liegt umgeben von ehemaligen Kloster- und heutigen Stiftsgebäuden in weitläufiger Natur. Die besondere spirituelle und kunstgeschichtliche Ausstrahlung dieses frühgotischen Backsteinbaus umfängt jeden Besucher, der durch das niedrige Südportal die Kirche betritt. Die Ruhe und Stille, die sich ausbreitet, lässt etwas spüren vom Geist und vom Leben klösterlicher Abgeschiedenheit. |
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Seit der Reformation bis Mitte des 20. Jahrhunderts konnten nur adelige Damen in das Stiftskapitel aufgenommen werden, seitdem finden auch bürgerliche Frauen ihren Platz. Stift Börstel ist mit 8 evangelische und zwei katholische Kapitelplätzen eine Besonderheit in der heute noch bestehenden Kloster- und Stiftslandschaft. Es ist eine eigenständige Stiftung Öffentlichen Rechtes. Das Stiftskapitel lebt teilweise bis heute in den historischen Gebäuden und ist für deren Bauunterhaltung und die Bewirtschaftung der stiftseigenen Ländereien und des Stiftsforstes verantwortlich. |
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Die geistliche und weltliche Leitung für das Stift wird von der vor Ort lebenden Äbtissin ausgeübt. Die pfarramtliche Versorgung erfolgt gegenwärtig vom Pastor der benachbarten evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Berge. St. Marien zu Börstel ist jedoch bis heute eine eigenständige Kirchengemeinde. In der Zeit zwischen Karfreitag und Silvester ist sonntags 11:30 Uhr Gottesdienst in der Stiftskirche. |
