Personal tools
You are here: Home Nachrichtenarchiv Meditatives Bogenschießen in Wald und Feld
Document Actions

Meditatives Bogenschießen in Wald und Feld

Eine Woche lang übten sich junge und ältere Bogenschützen auf dem Stiftsgelände und im Stiftsforst. Beim Intuitiven Bogenschießen wird der Menschen ganzheitlich angesprochen. Auf technische Hilfsmittel wie z.B. Zielvorrichtungen wird beim Schießen gänzlich verzichtet, stattdessen wird sich ganz auf den eigenen Geist und Körper konzentriert. So wird das Loslassen des Pfeiles von der Sehne unter der Anleitung von Bogenlehrer Armin Müller-Kühn zur meditativen Übung.

Die eigene Mitte zu finden, um aus ihr im Wechsel von Konzentration und Anspannung mit Ruhe und Entspannung die Kraft und die Gelassenheit für den Schuß zu finden, steht im Vordergrund. So wird das Intuitive Bogenschießen zu einer Form der Meditation, die Körper und Geist fordert und im Wechselspiel der Kräfte zur Entspannung und zur inneren Ruhe führt.

16 Bogenschützen, die jüngsten im Alter von 7 und 8 Jahren, übten eine Woche lang, in Gelassenheit und Ruhe ihr Ziel zu finden. Nach anfänglichen Entspannungs- und Atemübungen ging es erst an das Üben auf den stiftsnahen Wiesen.
Spannen und Entspannen
Gemeinsam den Pfeil von der Sehne lassen Anspannen und Loslassen als Grundlage für das Intuitive Bogenschießen wurde in vielfältigen Stationen immer wieder eingeübt. Schüsse auf eine alte Decke oder Balance-Übungen, Frisbee-Werfen oder Weitschüsse auf kleine Scheiben in unterschiedlichen Entfernungen bis hin zu Schüssen in Bewegungen und auf bewegte Scheiben gehörten zum Programm. Die Highlights des einwöchigen Programms waren jedoch die Einheiten in der Landschaft. Beeindruckend das nächtliche Schießen auf der Weide, mit kleinen Klicklichtern am Pfeil. "Glühwürmchenschießen" nannten die Kinder den Schwarm der beleuchteten Pfeile, die sich in den nächtlichen Himmel erhoben, um sich dann wie ein Schauer aus Sternschnuppen wieder dem Boden zuzusenken. Zum Erstaunen aller, die dieses nächtliche Schießen zum ersten Mal mitgemacht hatten, sogar im 5 Meter-Radius am vorgesehenen Ziel. Aber auch Weitschüsse bis über 200 Meter waren eine besondere Erfahrung. Vor allem das Anvisieren des Zieles über alte Baumgruppen hinweg, beeindruckte Äbtissin Rook stark. "Es ist immer wieder faszinierend, zu sehen, dass man das Ziel erreicht, obwohl man es jenseits der Bäume gar nicht sehen kann."

Bei den jüngsten Teilnehmern des Seminars kam zwischenzeitlich Robin Hood-Feeling auf, wenn es mit Ponys in den Wald ging. Und auch ein Hauch von Saharagefühl konnte vermittelt werden.

Die regelmäßigen Stundengebete des Stiftes begleiteten den Weg der Bogenschützen in der Kirche. Taizé-Gesänge, Bibellesungen und die lange Stille unterstützten die Suche nach Ruhe und den Weg der Gelassenheit.

Im nächsten Jahr wird es wieder Seminare im Intuitiven Bogenschießen geben.
"Robina Hood" mit Pfeil und Bogen

Bei Interesse können nähere Informationen beim Stift erfragt werden (05435/9542-0 oder per Mail info@stift-boerstel.de)

Die Termine für 2013:

Wochenendseminar vom 2.-4. August 2013
(auch für Anfänger geeignet, Kinder in Begleitung mindestens eines Elternteiles ab 7 Jahre)

Wochenseminar vom 5.-11. August 2013
 

Powered by Plone CMS, the Open Source Content Management System

This site conforms to the following standards: